Galerie Sechs präsentiert Künstler
Artem Humilevskyi
Der ukrainische Künstler und Fotograf Artem Humilevskyi erforscht Identität, Geschichte und menschliche Widerstandsfähigkeit durch ausdrucksstarke Selbstdarstellung und kollektive Erzählungen. In seinen vorwiegend fotografischen Arbeiten positioniert Humilevskyi den Körper sowohl als Subjekt als auch als Instrument – als Ort der Verletzlichkeit, der Konfrontation und des Dialogs.
Sein während der Pandemie begonnenes Projekt „Giant“ entstand aus einem Prozess der Selbstakzeptanz, geprägt von Ironie, Ehrlichkeit und Mut. Mithilfe monumentaler Selbstporträts hinterfragt er gesellschaftlich konstruierte Vorstellungen von „Normalität“ und nutzt seinen eigenen Körper, um Stereotypen, Vorurteile und die Politik der Wahrnehmung infrage zu stellen. Das Werk geht über die Autobiografie hinaus: „Giant“ wird zu einer universellen Reflexion über Andersartigkeit, Empathie und die Freiheit, ohne Angst vor Verurteilung zu existieren.
Eng miteinander verbunden, verlagert „Roots“ den Fokus von der individuellen zur kollektiven Identität. Entstanden im Kontext des Krieges, erzählt die Serie von der Verbundenheit mit dem Land, der Erinnerung und der Widerstandsfähigkeit. Sie porträtiert Ukrainer, die durchhalten – leben, arbeiten, Widerstand leisten – und verkörpert so Resilienz nicht als abstrakte Idee, sondern als gelebte Realität.
Humilevskyis künstlerische Praxis geht davon aus, dass die Fotografie die Wahrnehmung verändern kann. Durch eine eindrucksvolle Bildsprache lädt er die Betrachter ein, hinter die Fassade zu blicken und das Wesen des Menschen zu erfassen. Seine Arbeiten erweitern die Grenzen der Empathie, stellen Angst und Vorurteile in Frage und bekräftigen gleichzeitig Würde, Stärke und die gemeinsame Menschlichkeit.




