Galerie Sechs präsentiert Künstler
Julia Wimmerlin
Die in der Ukraine geborene und in der Schweiz lebende Julia Wimmerlin ist eine visuelle Künstlerin, deren künstlerische Praxis sich von dokumentarischer Reisefotografie hin zu konzeptuell geprägter Kunst entwickelt hat. Durch ihre Aufenthalte in Europa und Asien verfügt sie über eine interkulturelle visuelle Sensibilität, die von Entwurzelung, Erinnerung und dem Wandel der Identität geprägt ist. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin und Marketingfachfrau, die zunächst in der internationalen Werbung tätig war, wandte sich 2014 der Fotografie zu und brachte ein ausgeprägtes Verständnis für visuelles Storytelling mit.
Die Krisen der frühen 2020er-Jahre – die Isolation durch die Pandemie und der Krieg in der Ukraine – veränderten ihren künstlerischen Weg grundlegend. Da sie die Welt nicht mehr durch die Linse der Dokumentation betrachten konnte, wandte sie sich nach innen und entwickelte eine symbolische Bildsprache, die Figuration, Abstraktion und Traumlogik vereint. Ihre Werke erforschen, wie Erinnerungen zerbrechen und sich neu formieren, wie sich die Wahrnehmung unter Druck verschiebt und wie die Fantasie zu einem notwendigen Zufluchtsort wird. In diesem introspektiven Raum fungieren Fotografien als Portale, in denen das Intime auf das Fantastische trifft und in denen die emotionale Wahrheit Vorrang vor der wörtlichen Darstellung hat.
Wimmerlins künstlerische Praxis steht in der Tradition von Künstlern, die auf Krisen durch innere Transformation reagierten – von de Chirico bis Carrington, von Woodman bis Michals – und dabei das Unterbewusstsein als Quelle der Sinnfindung nutzten. Ihre Arbeiten wurden international vielfach ausgestellt und in Publikationen wie der New York Times , National Geographic , GEO , The Telegraph und Forbes vorgestellt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Titel „Fotografin des Jahres“ bei den Moscow International Foto Awards, und wurde von den International Photo Awards, TIFA, PX3 und den Sony World Photography Awards geehrt.




