Galerie Sechs Vertretene Künstlerin
Arun Khau Ny
Als französisch-khmerische Künstlerin vereint sie zwei reiche kulturelle Wurzeln, die ihr künstlerisches Schaffen prägen. Aufgewachsen in einem Künstlerhaushalt – ihre französische Mutter studierte an der École des Beaux-Arts in Paris, ihr kambodschanischer Vater war Dichter und Dozent in Phnom Penh –, war sie von klein auf von Worten, Bildern und Traditionen umgeben, die ihre frühe Fantasie beeinflussten. Nach einem kurzen Studienaufenthalt in der Schweiz verfeinerte sie ihr Können an der Seite begabter Lehrer und erweiterte ihre Bildsprache durch die Verwendung verschiedenster Materialien: Mineralien, Zellulose, Sand, Metall, Harz und Pflanzenfasern. Mit diesen Materialien erschafft sie ein eindrucksvolles Universum, in dem Erinnerung, Herkunft und Heilung ineinanderfließen.
Ihr Werk kreist um zwei zentrale Themen. Das erste ist ihre Kindheit in Kambodscha – eine Welt üppiger Landschaften, antiker Tempel und einer Kultur, die von Präsenz und Verlust gleichermaßen geprägt ist. Mithilfe mineralischer Texturen und Zellulose erinnert sie an die zeitlosen Steine und bearbeiteten Oberflächen von Angkor Wat, Bayon und Ta Prohm und spiegelt so die Beständigkeit einer Zivilisation wider, deren Spuren in der Geschichte verankert sind. Das zweite Thema entspringt ihrer Erfahrung als Therapeutin im medizinischen Bereich, wo Materialien wie Sand, Pigmente, Patina und Pflanzenfasern zu Trägern emotionaler Resonanz und menschlicher Verbundenheit werden. Zusammen bilden diese Stränge eine Praxis, die auf Erinnerung, Materialsensibilität und der stillen Kraft der Transformation gründet.




