Gemälde-Einzelausstellung: Eurasien von Arun Khau Ny
19. September – 3. Oktober 2025
„Eurasia“ ist eine haptische und kontemplative Ausstellung des französisch-khmerischen Künstlers Arun Khau Ny, die erforscht, wie Zugehörigkeit über Kulturen und Generationen hinweg geformt, erinnert und ausgedrückt wird. Mit Mineralpasten, Zellulose, Sand, Metall, Harz, Pflanzenfasern und geschichteten Patinas schafft Arun Oberflächen, die sowohl archäologische Tiefe als auch intime persönliche Geschichte evozieren. Jedes Werk fungiert als Berührungspunkt zwischen kollektiver Erinnerung und zeitgenössischer Abstraktion, überbrückt geografische Grenzen und offenbart die subtilen Verbindungen, die Identität prägen.
Aruns Ansatz, der in Kindheitserinnerungen an Kambodscha wurzelt und von einer fürsorglichen Materialpraxis geprägt ist, verwandelt Textur in Zeugnis. Pigment wird zu Zeit, Relief zu Spur, Oberfläche zur Erzählung. Die Kunstwerke laden die Betrachter ein, Zugehörigkeit nicht als festen Ort, sondern als eine Ansammlung gelebter Momente, sinnlicher Eindrücke und überlieferter Geschichten zu begreifen – ein sich stetig wandelndes Terrain, geformt von Bewegung, Widerstandsfähigkeit und Erinnerung.
Über die Leinwand hinaus bietet Eurasia auch Gemeinschaftsräume, in denen Besucher über ihre eigene Geschichte, ihre Wurzeln und ihren Namen nachdenken können. Diese sanften, partizipativen Installationen schaffen Raum für gemeinsames Geschichtenerzählen und würdigen die Art und Weise, wie persönliche Erzählungen in verschiedenen Gemeinschaften miteinander verwoben sind und widerhallen.
Geleitet von einer kuratorischen Vision, die die menschliche Suche nach Verbindung und Zugehörigkeit beleuchten will, lädt uns Eurasia ein, Zeuge zu werden, wie Zugehörigkeit fortwährend neu entsteht – durch Erinnerung, durch Materielles und durch die stillen, beständigen Bande, die uns miteinander verbinden.












