24. April – 29. Mai 2026
Where Voices Meet: Landscapes of Language, Memory, and Sound lädt das Publikum in einen besinnlichen Raum ein, in dem Fotografie, Film und Klang zusammenkommen, um zu erforschen, wie Sprache prägt, wer wir sind.
Ausgehend von unserem kuratorischen Interesse an den Verbindungen zwischen Selbstidentität und unseren Sprach-, Erinnerungs- und Hörgewohnheiten vertritt die Ausstellung die These, dass Sprache nicht statisch ist – sie verändert sich, wenn wir uns in verschiedenen Kulturen bewegen, Erinnerungen übernehmen und neuen Gemeinschaften begegnen. In einem Land wie der Schweiz, wo Nationalsprachen, regionale Dialekte und die Muttersprachen von Migranten nebeneinander existieren, wird die sprachliche Vielfalt zu einer lebendigen Landschaft, in der Zugehörigkeit fortwährend neu geformt wird.
Durch Julia Wimmerlins fotografische Reise in die Komplexität ukrainischer Sprachidentität, Yannick Mosimanns poetischen Film über Schweizer Dialekte und Marie-Cécile Rebers Klangarbeit, die die Zerbrechlichkeit und Schönheit des Rätoromanischen widerspiegelt, schafft die Ausstellung einen Raum für Stimmen, die sonst getrennt blieben. In Zusammenarbeit mit USB, einer gemeinnützigen Organisation zur Unterstützung von Migranten und zur Förderung des kulturellen Austauschs, entstanden, öffnet „Where Voices Meet“ einen gemeinsamen Raum, in dem Besucher eingeladen sind, genau zuzuhören, tiefgründig zu reflektieren und zu überlegen, wie Sprache – gesprochen, erinnert oder gehört – sowohl die persönliche Identität als auch die kollektive Vorstellungskraft prägt.
